Schlaf allgemein
„Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.“ „Schlaf wird überbewertet.“ „Früher haben wir gar nicht geschlafen.“ Diese und andere Aussagen über die wichtigste Regenerationsform des Menschen hören wir Tag ein Tag aus. Zu schlafen ist ein Zeichen von Schwäche, wenig zu Schlafen ein Zeichen von Effizienz, Kraft, Leistung und Wirkungsgrad. Im Folgenden wird gezeigt, dass Schlaf einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist, den ein Mensch hat. Man kann fast sagen: Schlaf ist ein Grundnahrungsmittel.
In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten hat die Schlafforschung einen wahren Boom erlebt. Die pauschale Antwort auf das Schlafbedürfnis eines Menschen von acht Stunden ist einer sehr differenzierten Betrachtungsweise dieser wichtigsten Regenerationsform des Menschen gewichen. Hierbei muss aber der Schlafkultur Rechnung getragen werden.
Schläft man nur einmal pro Tag – was in Deutschland prozentual mit großem Abstand am weitesten verbreitet ist – dann liegt der Bedarf irgendwo bei 7 – 9 Stunden. Das individuelle Schlafbedürfnis bzw. die optimale Schlaflänge findet man nach ca. 2 – 3 Wochen des ungestörten Ausschlafens heraus. Hat der Körper sämtliche Schlafdefizite ausgeglichen, wacht er nach der persönlichen Schlafdauer von ganz alleine auf.
Eine andere Möglichkeit ist die Teilung in eine Hauptschlafphase und eine oder mehrere Kurzschlafphasen über den Tag verteilt. Diese sind auch bekannt als Mittagsschlaf, lohnender Kraftschlaf, oder als Powernap, wie vom amerikanischen Schlafforscher David Dinges benannt und in Umlauf gebracht.
