Arbeit und Schlaf

Bettzeit__10In der Schule ist es völlig normal, dass nach 45 min. eine Pause gemacht wird, damit die Leistungsfähigkeit langfristig erhalten bleibt. Das wird von der Gesellschaft akzeptiert, aber nicht im Berufsleben. Nun wird in der Schule zumindest nicht zwischen den Unterrichtsstunden geschlafen, aber das Bewusstsein für Pausen ist deutlich ausgeprägter als im Arbeitsleben.

Der Mut zur Pause muss sich erst ausbilden. Eine kurze Pause kann viel mehr bewirken, als der ganze Nachmittag ohne Pause. Den Mut zum Schlaf in dieser Pause braucht es nur am Anfang. Wenn Sie und die Kollegen samt Chef verstanden haben, wie gut Schlaf die eigene Leistungsfähigkeit steigert, wird er schnell etabliert werden.

Auch der Blick in die eigenen Gene bzw. das Wissen um den eigenen Chronotyp ist ein unheimlicher Wettbewerbsvorteil für jeden Einzelnen, den Chef und die Kollegen. Wenn man dann arbeitet, wann es der Körper am besten zulässt, dann hilft das nicht nur dem eigenen Wohlbefinden, sondern der gesamten Firma. Ein offener Umgang mit diesem Thema, einhergehend mit dem Vorschlag es einfach mal auszuprobieren, ist hier ein erster Schritt. Schließlich bedient doch niemand eine Maschine weiter falsch, wenn er weiß, wie sie richtig funktioniert, oder? Gut ist auf jeden Fall VOR und WÄHREND des Ausprobierens über einige Tage und Wochen mal ein kurzes Tagesprotokoll zu führen, mit dem Geleisteten und auch mit dem subjektiven Gefühl der Fitness. Es lebe das selbstbestimmte Arbeiten – dann, wenn der eigene Körper darauf eingestellt ist und nicht dann, wann es uns die tradierten Überzeugungen der Agrargesellschaft mit dem frühen Vogel vorschreiben.